Willkommen zurück bei der Serie „Planning & Plotting“ von und mit unserer Gastbloggerin Laura Labas.
Viel Spaß! 🙂 

Meistens begleiten mich Ideen für ein neues Projekt schon für längere Zeit, bevor ich wirklich den Moment habe, mich an die Verschriftlichung zu setzen. Ihr kennt das bestimmt von euch selbst, dass euch mitten in einem anderen Projekt eine super Idee/Szene für ein Neues kommt. Davor bin auch ich nicht gefeit. Entweder ignoriere ich den Drang vollkommen oder ich tippe eine schnelle Notiz in mein Handy, wenn ich gerade keinen Block zur Hand habe. Meistens passiert mir das kurz vorm Einschlafen.
Wochen oder gar Monate später kommt dann endlich der Moment, in dem ich mich um ein neues Projekt kümmern kann. Hierzu nehme ich mir ein paar ruhige Stunden, die ich wirklich nur dafür nutze. Inspiration muss fließen. Ich krame meine Notizen zusammen, schalte Musik ein und setze mich an meinen Schreibtisch (ggf. anderer Lieblingsort). Alles ein wenig rituell.
Der erste Schritt beginnt damit, dass ich mir die Notizen durchlese und sie sortiere.
Was brauche ich für das neue Projekt? Welche Notizen gehören zu einem anderen?
Zwei oder drei Haufen entstehen, was jetzt mehr klingt, als es ist. So viele Notizen hab ich gar nicht. Alternativ geht es natürlich auch ohne anfänglich gesammelte Notizen, das habe ich auch schon gemacht. Dann startet man einfach bei Schritt 2.

Im zweiten Schritt nimmt man sich ein A4 oder besser noch für Anfänger ein A3 Blatt zur Hand und schreibt in die Mitte, was der zentrale Punkt des neuen Projekts sein soll oder auch nur der Name der Protagonisten. Im Bild unten habe ich Harry Potter als Beispiel genommen und den zentralen Punkt Zauberei ausgewählt. Der Punkt kann sich im weiteren Verlauf der Planung noch verändern, aber irgendwo muss man ja anfangen.

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Im dritten Schritt schreibt man verschiedene Aspekte drum herum, die vielleicht nicht mal direkt mit dem zentralen Punkt in Verbindung stehen, die man aber sehr gerne in die Geschichte mit einbauen würde. Es müssen auch noch keine Verbindungslinien gezogen werden.
Im vierten Schritt, der quasi im dritten enthalten ist: Nutze verschiedene Farben!
Um einzukreisen, zu unterstreichen oder gar die Worte darin zu schreiben. Es hilft, die Planung zu visualisieren und den Überblick zu behalten. Schreibe alles auf!
In dieser Aufgabe geht es vorrangig darum, den Hintergrund des Projekts zu konkretisieren, aber auch bereits einzelne Szenen abzustecken, die man im Kopf hat. Verbindungslinien müssen nur dann gezogen werden, wenn man eine Beziehung im Kopf behalten will. Dabei hilft es auch, die Linien zu beschriften, um die Art der Verbindung zu behalten.
Am Ende sollte das Blatt quasi so voll beschrieben sein, wie auf dem zweiten Bild. So habe ich mit „Ewigkeitsgefüge“ begonnen. Darauf muss noch nicht alles Sinn ergeben, vieles wird wieder gestrichen werden, aber man hat quasi schon was in den Händen und das ist viel Wert.
Ich bin normalerweise ein sehr ordentlicher und strukturierter Mensch, aber hier arbeite ich aktiv und im vollen Bewusstsein dagegen. Denn wie sonst soll man Grenzen sprengen? Einfach alles raushauen, was dir im Kopf vorgeht!

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TITELFINDUNG?

Wenn das erledigt ist, kann man sich einer schwierigen Aufgabe zuwenden, vorausgesetzt man ist jetzt schon bereit dazu. Ich habe für mich gemerkt, dass das meine Phase ist, in der ich am ehesten zu einem Ziel komme: Titelfindung. Es ist aber natürlich legitim, das zu jedem anderen Zeitpunkt zu tun.
Die Titelfindung läuft quasi in demselben Muster ab. Der zentrale Punkt ist entweder die Anzahl der Worte (also will ich einen Titel mit einem oder drei Worten?) oder das Thema. Drum herum sollen sich nun die Worte einfinden, die das Projekt (bisher) am besten beschreiben. Oft hilft auch ein Synonymlexikon wie Thesaurus.
Sollte man danach noch immer keinen Titel haben, kein Stress. Diesen Vorgang kann man nach jeder Episode wiederholen oder ergänzen.
So, dies war die Episode zu Ideen/Notizen/Brainstorming. Ich hoffe, sie hat euch gefallen.

Meine Fragen:

  1. Habt ihr diesen Schritt bereits versucht?
  2. Wendet ihr eine ähnliche Vorbereitung an?
  3. Macht ihr es ganz anders und wenn ja, wie?
  4. Werdet ihr das ausprobieren oder sagt es euch eher nicht zu?

Über die Gastautorin

Laura LabasLaura Labas hat 1991 in der Kaiserstadt Aachen an einem Karfreitag das Licht der Welt erblickt. Schon früh verlor sie sich im geschriebenen Wort und entwickelte eigene, fantastische Geschichten, die sie mit ihren Freunden teilte. Es dauerte aber noch ein paar Jahre, ehe sie mit vierzehn ihren ersten Roman beendete. Spätestens da wusste sie genau, was sie für den Rest ihres Lebens machen wollte: neue Welten kreieren.
Heute schreibt sie immer noch mit der größten Begeisterung und Liebe neben ihrem Masterstudium und vergräbt sich in Fantasy, Drama und Romance. 2014 veröffentlicht sie eigenhändig ihren ersten Roman »Pharos – Die Unwandelbaren«.

Das neueste Buch

12744342_1043771525682289_9054356703361628953_nEin Käfig aus Rache und Blut

»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.
Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.

 

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