Willkommen zurück bei der Serie „Planning & Plotting“ von und mit unserer Gastbloggerin Laura Labas.
Viel Spaß! 🙂 

Es ist Zeit für die dritte Episode meiner PLANNING & PLOTTING Reihe. In der ersten Episode habe ich euch eine kleine Einleitung zum Thema geschrieben, in der zweiten ging es hauptsächlich um die Titelfindung und das Brainstorming. Heute widmen wir uns dem Schritt, den ich gerne als PLANNING, NOT PLOTTING beschreibe. Für mich bezeichnet Plotting die Erstellung der Handlung, ob das semantisch jetzt korrekt ist oder nicht, lassen wir mal dahin gestellt sein. In diesem Schritt geht es also (noch) nicht um die Handlung, sondern um die Planung. Was meine ich damit?

PLANNING beinhaltet grob gesagt alle Infos, die später deine Handlung ausmachen. Orte, Charaktere, Weltenbau, Definition der Fantasywesen (wenn es sie gibt), Völker. Auch hier ist allerdings zu beachten: Nichts steht hundertprozentig fest!
Mach dir keinen Stress, wenn es dir am Ende nicht gefällt oder du es dir anders überlegt hast.
Es ist DEINE Planung, DU bist also der Boss und kannst alles noch einmal umwerfen. Allerdings ist es wichtig, einmal anzufangen, denn man kann erst was ändern, wenn bereits etwas auf Papier steht.

Ich selbst beginne meist mit Überschriften in meinem Notizheft. Wie schon erwähnt, schreib ich die Planung gerne per Hand und dann am liebsten in elastische, leichte Hefte, also keine Bücher, die aber trotzdem viel aushalten. Meine Hefte hab ich für knapp 2€ aus dem Tedi. Man sollte selbst austesten, was für einen selbst das Beste ist.

planning not plotting

Wie gesagt, die Überschriften sind der erste Schritt. Ich teile das Heft in „Orte/Weltenbau“, „Charaktere“, „Wesen“ und „Plotideen“ ein. Der letzte Punkt ist für die Notizen da, die mir während der Kreation der Planung einfallen. Meistens folgen dann ein, zwei Orte, die ich genauer beschreibe und die wichtig für die Handlung sind. Spielt die Geschichte in einer anderen Welt oder unterscheidet sich die Zeit von der unseren dann notiere ich mir auch noch einmal genau, worin diese Unterscheidungen bestehen.

Zwischendurch kreiere ich dann Wesen und Charaktere. Ich schreibe Fantasy, deshalb ist der Punkt der „Wesen“ sehr wichtig. Sie müssen klar umzeichnet und trotz Fantasy auch in sich schlüssig. Für die Charaktere habe ich mir einen eigenen Bogen kreiert, den ich dann abarbeite. Wenn ihr Interesse an ihm habt, quatscht mich an, ich schicke ihn euch gerne zu. Ganz besonders wichtig sind die Motivationen der Figuren, denn damit steht und fällt der Plot. Sie müssen IMMER vorhanden sein. Menschen haben Motivationen und wenn sie in deiner Geschichte keine haben, dann sind sie nicht authentisch. Es kann sein, dass der Leser nicht sofort erkennt, was die Motivation deines Charas ist, aber dann ist das eines deiner STILMITTEL. DU allerdings musst wissen, was die Figur vorhat, was sie antreibt. Die Vergangenheit ist auch ein wichtiger Punkt, da sie deine Figur prägt und ihr Verhalten beeinflusst. Denke zudem immer daran, deinem Chara mindestens eine Schwachstelle zu geben. Das macht sie menschlich (vorausgesetzt sie soll menschlich rüberkommen ^^).

Um mir Ort, Charaktere und Atmosphäre visueller vorzuführen, suche ich mir auf Pinterest meist Bilder raus, drucke sie mir aus und klebe sie ein. Vor allem bei Figuren ist das praktisch, da ich dann nicht immer meine Notizen lesen muss, sondern einfach einen Blick auf das Bild werfen kann. Spart eindeutig Zeit während des Schreibens.

Dieser Teil beinhaltet natürlich sehr viel Vorarbeit, doch es lohnt sich insbesondere bei Serien. Bei Fortsetzungen muss man ggf. nur noch einzelne Personen ergänzen und der Rest steht bereits. Sehr praktisch, wie ich finde.

So viel zur Episode 3 „PLANNING, NOT PLOTTING“.
Es folgt Episode 4 „PLOTTING“.
Ich hoffe, ihr konntet etwas Positives daraus ziehen.

Meine Fragen an euch:

  1. Habt ihr diesen Schritt schon selbst immer gemacht?
  2. Fehlt euch etwas bei diesem Schritt?
  3. Hat euch die Episode gefallen?

Über die Gastautorin

Laura LabasLaura Labas hat 1991 in der Kaiserstadt Aachen an einem Karfreitag das Licht der Welt erblickt. Schon früh verlor sie sich im geschriebenen Wort und entwickelte eigene, fantastische Geschichten, die sie mit ihren Freunden teilte. Es dauerte aber noch ein paar Jahre, ehe sie mit vierzehn ihren ersten Roman beendete. Spätestens da wusste sie genau, was sie für den Rest ihres Lebens machen wollte: neue Welten kreieren.
Heute schreibt sie immer noch mit der größten Begeisterung und Liebe neben ihrem Masterstudium und vergräbt sich in Fantasy, Drama und Romance. 2014 veröffentlicht sie eigenhändig ihren ersten Roman »Pharos – Die Unwandelbaren«.

Das neueste Buch

12744342_1043771525682289_9054356703361628953_nEin Käfig aus Rache und Blut

»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.
Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.

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