Ein Buch schreiben - Schritt für Schritt zum eigenen Buch

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Wie kann ich ein Buch schreiben? Ich möchte gern ein Buch schreiben, weiß aber nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Was ist denn der erste Schritt, wenn ich ein Buch schreiben will?

Diese und ähnliche Fragen begegnen mir oft, gerade von Anfängern oder Noch-nicht-Autoren. Denn es ist eine Sache, vom eigenen Buch zu träumen – eine andere ist es, diesen Traum umzusetzen. Mao Tse-tung sagte so passend:

Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun.

Die Frage ist nur: Was ist der erste Schritt? Was ist das allererste, das du tun musst, wenn du ein Buch schreiben willst?

Ein Buch schreiben - Schritt für Schritt zum eigenen Buch

Ein Buch schreiben: Die ersten Schritte

Vorneweg: Es gibt viele Möglichkeiten und Methoden, wenn du ein Buch schreiben willst. Manche Autoren beginnen mit einer Szene aus der Mitte, die ihnen gerade einfällt, andere starten mit einer Figur. Selbst ein einzelner Autor kann von Buch zu Buch verschiedene Herangehensweisen entwickeln. Der Ausgangspunkt für meine Debüt-Trilogie war zum Beispiel ein einzelner Satz, den ich in einem Lexikon gelesen habe und der sich dann als zündender Funke immer weiter entwickelt hat. Für mein High-Fantasy-Projekt hatte ich zuerst ein Bild und einen Namen, mehr nicht. Und bei meiner Dämonen-Reihe habe ich mit zwei Figuren und einer vagen Idee angefangen.

Beiße dich also nicht an der folgenden Reihenfolge fest oder setze dich unter Druck, wenn du sie leicht abänderst. Sie soll nur als erste Orientierung dienen, wenn du ein Buch schreiben willst, aber noch wirklich keinen Plan hast, wo du anfangen sollst. Du kannst der Reihenfolge komplett folgen, du kannst aber auch erstmal starten und den Prozess im Laufe deiner Entwicklung anpassen. Solltest du dich gegen eine Selbstveröffentlichung und für einen Verlag entscheiden, fange rechtzeitig (ab etwa 50% fertiger Rohfassung) damit an, dein Exposeè an die Verlage oder Agenturen zu versenden.

Schritt 1: Die Idee für dein Buch und erste Notizen

Es ist immer gut, mit einer Idee zu starten. Dabei musst du nicht sofort Seitenzahl, Genre und Schreibstil festlegen. Geh die Sache ganz locker an. Wenn du ein Buch schreiben willst und auf diesen Artikel gestoßen bist, hast du in der Regel schon eine Idee, die du zu einem Buch verarbeiten willst.

Da ich ein großer Fan von “Pen to Paper”, also Stift auf Papier, bin, empfehle ich dir, dich mit einem Notizbuch hinzusetzen und deine Idee in Stichpunkten zu notieren. Dabei musst du keine besondere Reihenfolge einhalten. Starte einfach und schreibe alles wild durcheinander auf, was dir einfällt. Ich mache das am Liebsten in Form von Stichpunkten. Und keine Sorge, wenn deine “Stichpunkte” zu ganzen Absätzen ausarten – das ist bei mir regelmäßig der Fall. Die Punkte helfen mir nur, die einzelnen Gedankengänge zu trennen und zu sortieren.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du noch kein Notizbuch hast, schau dir unbedingt die Notizbücher von Leuchtturm an! Sie gehören zu meinen liebsten Notizbüchern und sind in vielen Farben erhältlich. Der Vorteil: Sie sind hübsch genug, dass du sie gern zur Hand nimmst, aber nicht ZU hübsch, um dich davon abzuhalten, deine Ideen hineinzukritzeln. Ich denke wir alle kennen dieses Problem mit den zu hübschen Notizbüchern. #thestruggleisreal

Hier findest du eine Auswahl an Leuchtturm-Notizbüchern: Leuchtturm Notizbücher auf Amazon kaufen*.
Alternative und ebenfalls gute Notizbücher sind die von Moleskine: Moleskine Notizbücher auf Amazon kaufen*.
Und wenn du es doch lieber unglaublich hübsch magst, schau unbedingt bei Paperblanks rein. Diese Bücher sind etwas teurer (weshalb ich meist zu Leuchtturm tendiere), aber eben auch unglaublich hübsch. Ich habe dir eine kleine Auswahl verlinkt:

Nimm dir für den Prozess der ersten Notizen ruhig ein paar Tage oder sogar ein bis zwei Wochen Zeit. Ein Buch schreiben beginnt damit, deine Gedanken fließen zu lassen und dir Teile der Geschichte zu erträumen. Nutze diese erste Phase, um deiner Fantasie freien lauf zu lassen und mit deiner Kreativität zu spielen. Diese Phase ist eine meiner Lieblingsphasen. Wenn du künstlerisch veranlagt bist (und auch, wenn du es nicht bist aber trotzdem gern kritzelst), kannst du deine Notizen auch um kleine Doodles und Zeichnungen ergänzen. Erlaubt ist, was deine Muse hervorlockt und dich mit neuen Ideen füllt!

Schritt 2: Plotte dein Buch (optional)

Wenn du alles aufgeschrieben hast, was dir im ersten Schritt zu deiner Idee einfällt, kannst du dich ans plotten machen. In der Plotting-Phase rufst du dir deine Notizen nochmal ins Gedächtnis und machst dich daran, sie in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Du kannst auch hier wieder mit Stichpunkten arbeiten. Entweder tust du das in deinem Braindump-Notizbuch, nimmst ein Neues extra fürs plotten oder du erstellst einfach ein Word-Dokument. Die meisten Autoren aus meinem Umfeld nutzen gern ein Notizbuch pro Projekt, wenn sie ein Buch schreiben wollen. In diesem halten sie Ideen fest, kleben Figuren-Bilder ein, plotten die Geschichte vor oder halten kurze Szenen schriftlich fest.

Ich selbst habe damals mit nur einem Notizbuch für alle meine Notizen zu sämtlichen Projekten gestartet. In diesem ersten schwarzen Büchlein habe ich Ideen für dutzende Bücher festgehalten. So eine Sammlung ist in meinen Augen eine ziemlich gute “Schatzkiste”. Hin und wieder blättere ich auf der Suche nach Inspiration – oder einfach aus Freude – durch die Seiten und lese mir meine alten Ideen durch.

Bei einem dieser Streifzüge ist zum Beispiel Basterds – Rockstar sucht Nanny* entstanden! Notiere also alles und hebe jeden Gedanken auf, denn du weißt nie, was mit dieser Idee in einem, fünf oder acht Jahren noch passieren wird.

Wenn du noch Hilfe beim Plotten an sich brauchst, schau in diesen Gastartikel von Laura Labas, in dem sie ihre Plotting-Methode beschreibt.

Ein letzter Hinweis zum Thema Plotting: Dieser Schritt ist als optional gekennzeichnet, weil nicht jeder Autor auf die gleiche Weise an sein Buch rangeht. Es gibt Autoren, die ihr Buch grob plotten, es gibt Autoren die sogar jedes Kapitel und jede Szene plotten und es gibt Autoren, die am besten ohne Plot arbeiten. Die sogenannten Discovery-Writer oder auch Pantser, haben eine vage Idee und schreiben dann munter drauf los.

Wenn du zum ersten Mal an die Sache rangehst, empfehle ich dir, es mit dem Plotten zu versuchen. Wenn du aber merkst, dass du hängst und dich damit so gar nicht anfreunden kannst, lass diesen Schritt weg und schreibe einfach drauflos.

Es kann auch sein, dass du dich – wie ich – zu einer Art “Hybrid” entwickelst. Hybriden plotten ihr Buch grob vor, schieben manchmal auch ein geplottetes Kapitel ein (z.B. um an einen schweren Part im Buch strategisch ranzugehen), halten aber nicht starr am Plot fest. Ich persönlich brauche z.B. immer eine grobe Marschrichtung, einen roten Faden, an dem ich mich im Notfall orientieren kann. Sobald ich unterwegs bin, lasse ich meine Figuren allerdings von der Leine und sehe, wohin sie uns treiben. Meiner Erfahrung nach wissen die Figuren oft besser, wie eine gute Story am Ende aussieht.

Schritt 3: Die Rohfassung – Der große Part (+ Marketing)

Endlich ist es soweit. Du hast deine Ideen ausgearbeitet und – optional – in einem Plot niedergeschrieben. Jetzt geht es los, du willst endlich ein Buch schreiben und die ersten Seiten müssen gefüllt werden. Nun kann es aber vorkommen, dass du das Dokument öffnest und plötzlich feststellst, dass dir auf einmal nichts mehr einfällt.

Dein Kopf ist wie leer gefegt und auch, wenn deine Ideen klar und deutlich vor dir liegen, schaffst du es einfach nicht, das Ganze in die richtigen Worte zu fassen. Das wird im Groben “Die Angst vor der leeren Seite” genannt. Ich saß auch schon vor meinen Dokumenten, bemüht, diesen perfekten ersten Satz zu finden, der nie kam.

Inzwischen habe ich für mich einen kleinen Trick entwickelt, der dir vielleicht auch weiterhelfen kann. Der Gedanke dahinter war: Wenn wir Angst vor der leeren Seite haben, dann sorg doch einfach dafür, dass die Seite nicht mehr leer ist. Die Umsetzung ist einfach. Du schreibst einfach einen Satz.

Das mag auf den ersten Blick ziemlich unsinnig wirken, aber es funktioniert. Sobald ich meinen ersten Satz geschrieben habe, kann ich mit dem Buch loslegen, weil ich weiß, dass ich diesen ersten Satz später nochmal überarbeite. Und wenn du ein ganzes Buch geschrieben hast, wird es dir hinterher auch sehr viel leichter fallen, einen guten ersten Satz zu finden. Schau zur Inspiration doch mal in diesen Artikel über berühmte erste Sätze rein: 24 meisterhafte Romananfänge

Dir fällt auch jetzt immer noch kein erster Satz ein? Dann kannst du den benutzen, den ich immer nehme:

Das hier ist der erste Satz.

Japp – das war es schon. Schreiben ist ein Handwerk und das Buch, das du später ablieferst, sollte eine gewisse Qualität mit sich bringen. Aber das bedeutet nicht, dass du dich schon in der Rohfassung verrückt machen musst.

Deine Rohfassung ist nicht dazu da, an einen Verlag oder Lektor geschickt zu werden. Auch Testleser müssen deine Rohfassung nicht zu Gesicht bekommen. Sie ist einfach dazu da, die Seiten zu füllen, damit du später etwas hast, was du überarbeiten kannst. Im jetzigen Schritt wird nicht korrigiert, nichts umgeworfen und nicht an den perfekten Sätzen herumgefeilt. Dafür hast du später noch ausreichend Möglichkeiten.

Jetzt schreibst du einfach erstmal alles runter, was im Buch vorkommen soll, egal wie langweilig und uninspiriert die Formulierungen sein mögen.

Was du hingegen jetzt schon mal starten solltest, ist dein Marketing. Erzähle der Welt von deiner Idee! Stelle deine Figuren nach und nach vor, teile das eine oder andere gelungene Zitat, lasse deine Leser über dein Titel (und später vielleicht sogar über mehrere Cover-Entwürfe) abstimmen und mehr! Binde deine zukünftigen Leser jetzt schon in den Entstehungsprozess ein, damit sie es am Ende kaum erwarten können, dein Buch zu kaufen. Vergiss auch nicht, dich selbst als Autor zu vermarkten. Zeige etwas von dir und deiner Persönlichkeit, vernetze dich mit anderen Autoren, Lesern und Bloggern und baue dir dein eigenes Netzwerk auf.

Marketing für einen Roman ist keine leichte Sache – du kannst es dir aber einfacher machen, wenn du rechtzeitig eine Beziehung zu deinen Lesern aufbaust und diese dann in Beziehung zu deinem Buch bringst.

Mache dein Manuskript zum Buch

Deine Rohfassung steht und du hast das Wort Ende darunter geschrieben? Herzlichen Glückwunsch, du hast ein … Manuskript! Im Grunde könnte man auch sagen, dass du ein Buch geschrieben hast, auch, wenn es noch nicht ganz fertig ist. Ich unterscheide der Einfachheit halber immer zwischen Manuskript, also der aufgeschriebenen Geschichte und dem fertigen Buch, das lektoriert, korrigiert und mit einem Cover versehen im Handel erhältlich ist.

Um aus deinem Manuskript ein Buch zu machen, sind noch ein paar weitere Schritte erforderlich.

Schritt 4: Die erste Überarbeitung (+ Cover)

Das ist der Punkt, an dem du endlich loslegen darfst. Lies dir dein Manuskript noch einmal durch und streiche alles an, was dich stört. Du kannst Passagen umschreiben, Szenen streichen, Sätze verfeinern und Rechtschreibfehler verbessern. Die Überarbeitungsphase ist dazu da, um dein Manuskript vorzeigbar zu machen. Auch hier gibt es wieder verschiedene Vorgehensweisen:

  • drucke dein Manuskript aus und arbeite mit einem Rotstift
  • arbeite am PC mit einer Kommentarfunktion
  • lese es am PC und verbessere sofort

Neben der allgemeinen Arbeitsmethode unterscheiden einige Autoren auch noch zwischen der Art, wie sie die inhaltliche Überarbeitung angehen:

  • z.B. erst alle Szenen, die gestrichen oder neu geschrieben werden müssen
  • dann z.B. alle Wortwiederholungen und Tippfehler
  • oder eine Überarbeitung Kapitel für Kapitel

Wenn du unsicher bist, wie du es angehen sollst, frage am besten ein paar deiner Mitautoren, wie sie überarbeiten und teste dich dann durch die Methoden. Ich persönlich gehe in dieser ersten Überarbeitung einfach von Kapitel zu Kapitel, weil sich das für mich bewährt hat. Trotzdem kann es sein, dass ich zwischen den Kapiteln springe, weil ich später herausfinde, dass ich weiter vorn noch etwas einfügen muss. In dem Fall mache ich weiter vorn einen entsprechenden Kommentar (ich überarbeite mit Word) und beende dann das aktuelle Kapitel.

Wichtig: Wenn du selbst veröffentlichst, solltest du zu diesem Zeitpunkt Kontakt mit deinem Designer aufnehmen und das Cover in Auftrag geben. Startest du damit zu spät, stehst du sonst hinterher mit einem fertigen Buch aber ohne Cover da und musst deinen Start verschieben. Außerdem kannst du dein Cover für Werbemaßnahmen und als Inhalt für deine Social Media Kanäle nutzen. Je früher es fertig ist, desto früher kannst du damit rausgehen und die Leser für dich gewinnen.

Wurde dein Buch von einem Verlag übernommen, kümmert sich der Verlag um das Cover. Sprich am besten mit deiner Kontaktperson ab, wann du das Cover erhältst und ab wann du es zeigen darfst.

Schritt 5: Testleser + Überarbeitung (optional)

Dieser Schritt ist optional. Wenn du mit Testlesern arbeiten möchtest, ist der Abschluss der ersten Überarbeitung der optimale Zeitpunkt, um ihnen das Manuskript (und eine Deadline!) zu geben. Nachdem du das Feedback aller Testleser erhalten hast, arbeitest du ihre Anmerkungen ein.

Achte darauf, dass du deine Testleser vor dem bezahlten Lektor in deinen Arbeitsablauf einbindest. Das Lektorat sollte für den Inhalt deiner Geschichte die abschließende Kontrolle sein.

Schritt 6: Das Lektorat + Überarbeitung

Hast du keine Testleser eingesetzt, ist das jetzt der Zeitpunkt, an dem du dein Manuskript zum ersten Mal aus den Händen gibst. Das kann ein aufregender Moment sein. Eine fremde Person wird dein Buch nicht nur lesen, sondern auch kritisieren und Verbesserungsvorschläge machen. Solltest du deswegen nervös sein, ist das ganz normal. Mach dir nicht zu viele Gedanken an dieser Stelle. Wenn du ein Buch schreiben und veröffentlichen willst, gehört es dazu, dass auch andere Personen es lesen. Du hast bis hierhin dein bestes getan, nun ist es an der Zeit, es aus der Hand zu geben.

Denke daran, dass du diese Person dafür bezahlst, dein Manuskript zu kritisieren. Egal was diese Person sagt, es geht nicht gegen dich. Im Gegenteil, sie arbeitet mit dir, um aus deinem Manuskript ein richtig gutes Buch zu machen, das deine Leser lieben werden.

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Hast du dein Manuskript zurück, arbeitest du die Anmerkungen wieder in dein Manuskript ein. Wie du siehst, durchläuft dein Buch ohnehin einige Überarbeitungsrunden, bis es fertig ist. Du musst also weder deine Rohfassung schon perfekt formulieren, noch bei der ersten Überarbeitung alles druckreif hinbekommen.

Wenn der Lektor sehr viel angemerkt hat und du dir unsicher bist, kannst du noch eine zweite Lektoratsrunde vereinbaren. Das ist in der Regel aber nicht nötig. Sprich am besten vor der Beauftragung durch, ob eine zweite Runde mit im Preis enthalten oder extra zu zahlen ist.

Schritt 7: Korrektorat, Feinschliff + Formatierung Schritt für Schritt zum eigenen Buch

Wie du vielleicht merkst, kommt hier richtig Bewegung in die Sache. Denn kaum hast du dein Buch vom Lektor zurück und die Anmerkungen eingearbeitet, geht es auch schon an den nächsten Dienstleister: Den Korrektor.

Der Korrektor ist dazu da, Rechtschreib- und Gramattikfehler zu finden. Das ist nämlich nicht die Aufgabe deines Lektors. Es kann sein, dass dein Lektor einige Fehler anstreicht, die ihm direkt ins Auge stechen. Genauso kann es sein, dass dein Korrektor noch inhaltlich etwas anmerkt, was du und dein Lektor vielleicht übersehen haben. Es gehört aber nicht zu den Standard-Aufgaben.

Es ist mir wichtig, an dieser Stelle zu erwähnen, dass beide, Lektoren und Korrektoren, Menschen und keine Maschinen sind. Sie lesen dein Manuskript sorgfältig und kreiden alles an, was sie aufspüren können. Es kann aber immer mal sein, dass eine Sache übersehen wird. Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, gib Rückmeldung und reich das Manuskript nochmal zur Nachbesserung ein.

Aber bitte renn nicht überall herum und erzähle, “wie schlecht” Person xy ist. Besonders nicht, wenn sie kostenlos nacharbeitet und sich um deinen Text bemüht. Vielleicht steht diese Person noch am Anfang ihrer Karriere – genau wie du – und ist für jedes Feedback dankbar. #fürmehrmiteinander

Zurück zu deinem Manuskript: Hast du es vom Korrektor zurückerhalten, geht es nur noch darum, Rechtschreib- und Gramattikfehler auszubessern. Bedenke: Dein Text ist jetzt korrigiert. Wenn du nochmal große Passagen umschreibst, sind diese wieder nicht korrigiert. Stell also sicher, dass die inhaltliche Textarbeit abgeschlossen ist, bevor du dein Manuskript an den Korrektor schickst.

Aus eigener Erfahrung (weil ich es gern mal vergesse) hier noch ein paar Punkte, die du ebenfalls vor dem Korrektorat fertigstellen und gleich mit einreichen solltest:

  • Die Danksagung
  • Die Widmung
  • Den Klappentext

Letzteren kannst du vielleicht sogar schon im Lektorat einreichen, damit dein Lektor mit dir am Inhalt feilt.

Achtung: Du veröffentlichst selbst? Dann kommt auf dich jetzt noch der Spaß des Formatierungs-Spiels auf dich zu. Achte darauf, dass alle Seitenumbrüche korrekt sind, dass du keine Hurenkinder und Schusterjungen übersiehst, die Silbentrennung stimmt, die leeren Seiten am Anfang korrekt eingestellt sind und und und. Ein eBook erfordert nur wenig Formatierung, also fang am besten damit an. Bei einem Print musst du schon mehr arbeiten oder du gibst es einfach an einen Dienstleister ab. Alle, die im Verlag veröffentlichen, können übrigens aufatmen: Die Formatierung wird für euch übernommen.

Du siehst: So oder so, ein Buch schreiben ist immer Teamarbeit!

Schritt 8: Die Veröffentlichung

Wie deine Veröffentlichung abläuft, kommt immer auf deine jeweilige Situation an. Veröffentlichst du im Verlag oder als Selfpublisher? Wählst du als Plattform Amazon, neobooks und andere Kontributoren? Möchtest du es als eBook und Print veröffentlichen, nur als eBook oder suchst du dir eine Druckerei, um ausschließlich Prints im Selbstversand herauszubringen? Kläre diese Fragen und erkundige dich dann ggf, welche letzten Schritte nötig sind, um dein Buch über diese Plattformen zu veröffentlichen.

Etwas brauchen allerdings alle Autoren, egal wo und wie sie veröffentlichen:

  • Schokolade
  • ein Pflaster für deinen “F5-Finger”
  • eine Lavendelkerze (zur Beruhigung)
  • einen oder zwei Freunde, die parat stehen, um mit dir abzugehen

Das ist auch schon alles, was du für eine erfolgreiche Veröffentlichung brauchst. *g*

Natürlich nicht wirklich, aber einige Dinge auf der Liste solltest du wirklich in Erwägung ziehen. Neben dem, was du im Marketing beachten musst, um einen erfolgreichen Start hinzulegen, solltest du auch “das Drumherum” im Auge behalten.

Ein Buch schreiben ist nicht einfach, aber auch die Veröffentlichung kostet Nerven. Wenn möglich, veröffentliche dann, wenn du am nächsten Tag frei hast. Nimm kein Koffein zu dir und achte darauf, dass keine wichtigen Telefonate, Familientreffen oder sonstiges stattfinden. Du wirst nämlich vor allem eins sein: Unglaublich aufgeregt. Du wirst jeden anschreiben, den du kennst und der von deinem Buch weiß, um mitzuteilen, dass es jetzt online ist. Du wirst – vermutlich – fiepen, Kreise laufen, deine Eltern anrufen, deine Freunde anrufen, mit zehn Leuten gleichzeitig im Chat schreiben, deine F5-Taste dauerbelästigen und mega ausflippen, wenn das erste Buch verkauft wurde.

Kurzum: Du flutest deine Adern mit Adrenalin. Wer das schon mal erlebt hat, weiß: Sobald du dich hinsetzt und dein Spiegel abfällt, wirst du zu nichts mehr großartig zu gebrauchen sein. Und das ist in Ordnung. Geh schlafen, damit du am nächsten Tag gleich wieder nachsehen kannst, wie viele Bücher verkauft oder wie viele Seiten gelesen wurden.

Vor allem aber gilt: Genieße deine erste Veröffentlichung. Du hast etwas ganz Besonderes geschaffen und darauf kannst du stolz sein. Nicht jeder hat die Ausdauer, die es braucht, ein Buch schreiben zu können, zu überarbeiten und es in die Welt hinaus zu schicken. Dafür darfst du dich feiern und von Freunden und Familie auch feiern lassen.

Du willst dir die 8 Schritte als Checkliste ausdrucken? Dann kannst du sie dir hier kostenlos herunterladen:

Schritt für Schritt zum eigenen Buch

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