Die eigene Webseite ist ein wichtiger Teil in deinem professionellen Internetauftritt. Aber wenn man sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, kann einen die Flut an Tipps, Hinweisen und Meinungen schier überrollen. Und plötzlich steht man vor einem so großen Berg an Informationen, dass aus dem kleinen Gedanken an eine eigene Webseite ein scheinbar unüberwindbares Hindernis geworden ist.

Dabei muss das gar nicht so sein! In diesem Artikel lernst du die 12 Basis-Elemente kennen, die deine Autoren-Webseite haben sollte, um deinen Internetauftritt um einen professionellen “Heimathafen” zu ergänzen.

Warum eine Autoren-Webseite überhaupt wichtig ist

In Zeiten, in denen es immer mehr soziale Plattformen gibt, stellt sich irgendwann die Frage, ob so eine Webseite überhaupt noch zeitgemäß ist. Schließlich kannst du dich auf Instagram oder Facebook direkt mit deinen Fans austauschen, schneller reagieren, schneller posten und überhaupt geht alles schneller.

Eine Webseite fühlt sich hingegen wie ein langsamer Gigant an, den man pflegen muss, auf dem aber – bis auf die Kommentare im Blog – keine richtige Nähe entstehen kann. 

Trotzdem gibt es ein paar wichtige Punkte, die für eine eigene Webseite sprechen:

  • Unabhängigkeit: Facebook und Co. schränken deine Reichweite ein. Auf deiner Webseite entscheidest du selbst, welche Inhalte wo und wie gezeigt werden.
  • Sicherheit: Wird dein Konto auf einer sozialen Plattform gesperrt, verlierst du mit einem Schlag alle Kontakte. Bei einer selbst gehosteten Webseite passiert das nicht.
  • Branding: Du kannst deine Webseite so bauen, dass sie zu deiner Marke passt. Auf einer fremden Plattform ist es immer das Design der anderen Plattform.
  • Reichweite: Lotst du deine Leser und Leserinnen auf deinen Blog und deine Buchseiten, steigt deine eigene Reichweite und du wirst besser gefunden. Lotst du sie auf Facebook und Instagram, generierst du Traffic für Facebook und Instagram.
  • Newsletter: Auf deiner Webseite kannst du die Leute in deinen Newsletter holen und deine Inhalte – z.B. auch dein neues Buch – landen direkt in ihrem eMail-Postfach. Auch wenn alle Stricke auf anderen Plattformen reißen: Diese Leute erreichst du immer (du hast ja ihre eMail-Adressen).

Auch mit Webseite lohnt sich der Schritt in die sozialen Medien

Fakt ist: Wenn du existierst und Dinge tust, werden die Leute über dich reden. Auch in den sozialen Medien. Du kannst also nicht nicht in den sozialen Medien vertreten sein.

Du kannst aber entscheiden, ob du selbst anwesend bist und das Geschehen ein wenig lenkst, oder ob du und deine Marke den Vermutungen und Behauptungen ausgeliefert ist, die dort kursieren.

Damit meine ich nicht, dass die Leute zu 100% schlecht über dich reden, keine Sorge. Aber es ist immer besser, selbst vor Ort und mit deinen Fans in Kontakt zu sein.

Und wie oben bereits erwähnt, haben auch die sozialen Medien einen sehr entscheidenden Vorteil: Alles geht ein bisschen schneller. Du kannst einfach dein Handy in die Hand nehmen und in einer Story deine Freude darüber teilen, dass du dein Buch beendet hast. Oder deine Follower mitnehmen, wenn der erste Schwung Printbücher aus der Druckerei kommt und du das Paket auspackst.

In den sozialen Medien bist du ein bisschen näher, ein bisschen greifbarer. Es ist leichter, eine enge Beziehung zu deinen Fans aufzubauen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und dadurch auch zu lernen, was sie interessiert, was sie mögen und was sie beschäftigt (denn es sind ja deine Leser:innen, für die du deine Romane schreibst).

Mein Tipp: Hol dir das Beste aus beiden Welten. Die Sicherheit und Kontrolle über deine Inhalte durch deine Webseite und den schnellen, nahen Kontakt zu deinen Leser:innen über die sozialen Plattformen.

Tut mir leid: Du musst dich mit der Technik auseinander setzen

Der Teil, vor dem viele beim Thema eigene Webseite zurückschrecken, ist die Technik. Wenn man noch nie einen Blog hatte und wirklich neu in diese Welt eintritt, ist alles erstmal fremd, kompliziert und man selbst überfordert.

So ging es mir am Anfang übrigens auch. Ich bin nicht als Programmiererin auf die Welt geflutscht – und ich bin auch heute keine. Was ich gemacht habe ist, mich in das Thema einzulesen, Fragen zu stellen und dann eine erste Webseite zu bauen.

Dabei habe ich unglaublich viel gelernt und vor allem festgestellt: Wenn man den Dreh erstmal raus hat und einfach auf einen der vielen Baukästen zurückgreift, ist es super einfach. Wenn ich heute eine neue Webseite für irgendein Projekt brauche, denke ich nicht mehr zweimal nach: Ich plane, strukturiere und erstelle sie dann einfach.

Und das kannst du auch schaffen, selbst, wenn es sich jetzt gerade vielleicht nicht so anfühlt. Niemand wird “unfähig” geboren. Manchmal fallen uns Themen leichter, manchmal brauchen wir länger, um uns einzuarbeiten.

Natürlich kannst du auch einfach in deinem Umfeld fragen, ob jemand sich schon auskennt oder einen Profi für den Aufbau deiner Webseite bezahlen. Wenn du dich also wirklich nicht allein damit auseinander setzen möchtest, gibt es auch hier Möglichkeiten.

Jetzt geht es aber erstmal wie versprochen um die 12 Basis-Elemente für einen professionellen Internetauftritt mit deiner Webseite:

Element 1: Kaufe eine eigene Domain

Wenn es um Autoren-Webseites geht, laufen mir immer wieder Webseiten mit Domains wie “pseudonym.softwareanbieter.com” über den Weg. Diese Domains sind kostenlos und gehören zu dem Anbieter, der auch das Baukastensystem für die Webseite anbietet.

Es ist billig, aber das Problem ist: Genau so kommt es auch rüber.

Eine .de Domain kostet im Schnitt 12 € für ein ganzes Jahr. Hier entstehen also keine großen Kosten, um die Ausstrahlung deiner Webseite positiv zu verändern.

stonebooks.wordpress.com ist ein Hobbyblog.

stonebooks.de ist eine Autoren-Webseite.

Übrigens ist gegen Hobbyblogs absolut nichts einzuwenden. Ich selbst habe 2009 mit genau so einem – inklusive kostenloser Domain – angefangen. Und wenn du erstmal mit so etwas “herumspielen” möchtest, bis du dich sicherer im Umgang mit der Software fühlst, ist das absolut legitim.

Aber sobald es um deinen Auftritt als Autor:in geht, betreibst du keinen Hobbyblog mehr. Du stellst deinen Leser:innen eine Webseite zur Verfügung, auf der sie Informationen zu dir und deinen Büchern, all deinen Kanälen und Zugang zu deinem Newsletter erhalten.

Frage dich, was du als Autorin bzw. Autor nach außen hin vermitteln möchtest: Dass du noch neu bist und nur rumspielst, oder dass du Autor:in bist, die das auch klar und professionell nach außen kommuniziert?

Element 2: Die Startseite

Auf deiner Startseite sollte klar erkennbar sein, worum es auf deiner Webseite geht und was potentielle Besucher:innen davon haben, sie zu besuchen.

Am besten unterziehst du deine jetzige Startseite mal dem 3-Sekunden-Test. Stell dir vor, du bist zum ersten Mal auf deiner Webseite und hattest vorher auch noch keinerlei Kontakt. Kannst du durch einen Blick auf deine Startseite innerhalb von 3 Sekunden erkennen, worum es geht? Wenn das nicht der Fall ist, besteht hier auf jeden Fall noch Handlungsbedarf.

Auf der Startseite kannst du z.B. deine Bücher, oder dich als Autorin vorstellen und eine Übersicht deiner Themen und Kategorien bieten. Das können zum Beispiel deine unterschiedlichen Buchreihen, ein Blog, ein Podcast oder dein YouTube-Kanal sein. Verlinke am besten auch auf deine “Über Mich”-Seite. Und lade hier auch in deinen Newsletter (Element 8) ein!

Ein Beispiel, wie sowas aussehen kann, findest du auf meiner Autoren-Webseite: stonebooks.de.

Tipp: Deine Startseite muss nicht perfekt sein. Es ist nicht die Seite, die der Besucher immer als erstes sieht. Sehr viel wahrscheinlicher stößt ein neuer Besucher über eine deiner Buchseiten oder deinen Blogartikel auf dich. Sie ist also wichtig, sollte dich aber auch nicht davon abhalten, den Rest der Webseite fertig zu machen und sie online zu stellen.

Element 3: Die „Über mich“-Seite

Eben habe ich sie schon kurz angesprochen: Die “Über mich”-Seite. Sie ist ein wichtiger Teil deiner Webseite, denn deine Leser:innen wollen dich kennen lernen! Ob du dich nun mit deinem Gesicht zeigen, oder lieber anonym bleiben möchtest, spielt hierbei keine Rolle.

Auch ohne ein Foto von dir kannst du ein wenig über deine Persönlichkeit als Autor:in erzählen (also einfach von deiner Autoren/Autorinnen-Persona berichten). Gib den Leuten etwas, damit sie sich dir etwas näher fühlen können. Denn wer deine Seite besucht, möchte dich besser kennen lernen und mehr über deine Bücher und vielleicht auch dein Leben als Autor:in erfahren.

Lesetipp: In diesem Artikel von Schreibsuchti findest du eine tolle Anleitung für deine „Über mich“-Seite.

Element 4: Das Menü

Die meisten Elemente, über die wir hier sprechen, beanspruchen eine (oder sogar mehrere) eigene Seiten oder Artikel. Diese kannst du ganz oben auf deiner Webseite verknüpfen. Über das Menü (auch hier kannst du dir meine Webseite https://stonebooks.de/ als Beispiel ansehen).

Der Vorteil des Menüs ist es, dass deine Webseitenbesucher eine schöne Übersicht über die Inhalte deiner Seite haben. Du hebst hervor, was besonders wichtig ist und kannst sogar auf andere Webseiten verlinken (wie z.B. auf deinen Instagram-Kanal, auf Patreon oder ähnliches).

Außerdem hast du die Möglichkeit, ein Untermenü anzulegen, z.B. um deine Buchreihen übersichtlicher zu verlinken.

Tipp: Auch wenn die Möglichkeiten endlos sind – dein Menü sollte es nicht sein. Halte es so einfach und übersichtlich wie möglich. Ein überladenes Menü schreckt ab und verwirrt den Seitenbesucher nur. Im schlimmsten Fall wird deine Seite wieder geschlossen und die Person ist weg.

Element 5: Impressum & Datenschutz

Spätestens seitdem die DSGVO bei uns Einzug gehalten hat, sollte jeder wissen, was auch vorher schon verpflichtend war: Deine Webseite braucht ein Impressum mit einer ladungsfähigen Postanschrift (kein Briefkasten, kein Postfach, sondern deine vollständige Wohnadresse, oder, wenn du freiberuflich bist und ein festes Büro hast, die Adresse deines Büros) und eine Seite mit der Datenschutzerklärung.

Du bist dazu verpflichtet, beides so einzubinden, dass es von jeder Seite deiner Webseite aus erreichbar ist. Ich empfehle dir daher, beides ins Menü oder in die Fußzeile deiner Webseite einzubinden.

Wenn du dich bisher noch nicht mit dem Thema DSGVO auseinandergesetzt hast, googele unbedingt danach und lies dir zumindest etwas Grundwissen an. Es ist kein sonderlich spannendes Thema, aber in Deutschland gelten recht eindeutige Gesetze, was Impressum und Datenschutz angeht. Daher lege ich dir ans Herz, dich in die Thematik einzulesen, oder dir jemanden zu suchen, der sich damit auskennt und dich unterstützt.

Element 6: Die Buchseiten

Wenn etwas auf einer Autoren-Webseite nicht fehlen darf, sind es Informationen über deine Bücher. Ich empfehle, für jedes Buch eine eigene Seite anzulegen. Dort kannst du das Cover und den Klappentext einbauen, ein bisschen was über das Buch erzählen und auch ein paar Leserstimmen einbinden. Außerdem solltest du unbedingt auf die Shops verlinken, in denen man dein Buch kaufen kann. Das müssen nicht alle Shops sein (auch hier solltest du deine Besucher nicht mit einer Masse an Links überfordern), aber die drei, vier wichtigsten bzw. größten sollten schon vorhanden sein.

Hier kannst du auch das siebte Element – die Leseproben – verlinken.

Element 7: Die Leseproben

Leser:innen beachten beim Kauf eines Buches unterschiedliche Faktoren. Manche achten auf den Klappentext, andere wühlen sich erst durch alle Rezensionen und wieder andere kaufen nur nach dem Cover und haben den Klappentext vielleicht nicht mal gelesen.

Es gibt aber auch Leute, die gern in das Buch hineinlesen, bevor sie es kaufen. Wenn du eine Leseprobe zu jedem deiner Bücher bereit stellst, gibst du damit potentiellen Käufer:innen die Möglichkeit, herauszufinden, ob dein Schreibstil ihr Interesse weckt.

Und auch für dich bietet die Leseprobe eine tolle Gelegenheit, neugierig zu machen und in deine Geschichte hineinzuziehen. Das kann die Kaufentscheidung positiv beeinflussen. 

Element 8: Der Newsletter

Der Newsletter ist gleichzeitig eines der wichtigsten, aber auch eines der gefürchtetsten Elemente. Es kommen immer wieder Autor:innen auf mich zu, die Sorge haben, dass sie nicht genug Inhalte für so einen Newsletter haben.

Dabei musst du nicht unbedingt jeden Monat oder gar jede Woche eine eMail verschicken. Wenn du etwas spannendes zu berichten hast, schickst du eine eMail an Leute, die sich für deine Neuigkeiten interessieren. Und wenn du nichts zu sagen hast, verschickst du eben keine eMail.

Wenn du noch in der Anfangsphase bist und nicht so recht weißt, wo du mit deinem Newsletter hinwillst, kannst du zum Beispiel MailChimp (es ist meines Wissens nach DSGVO sicher) in der kostenlosen Version ausprobieren (aber vorsicht, es ist auf englisch, du kannst aber alles, was nach draußen geht, übersetzen).

Ist der Newsletter in einem Tool deiner Wahl eingerichtet, musst du ihn nur noch auf deiner Webseite einbinden, damit die Leute sich auch eintragen können.

Diese vier Möglichkeiten hast du:

  1.  Binde das Formular zum Eintragen in deinen Newsletter auf jeder Seite unten ein. In den meisten Tools kannst du eine Einstellung wählen, mit der der Newsletter automatisch auf jeder neuen Seite und jedem Blogbeitrag unten eingebaut wird, den du anlegst.
  2. Alternativ gibt es einen kurzen Code, den du selbst auf den Seiten einbauen kannst, wo du das Formular haben willst.
  3. Baue eine Seite, auf der nur dein Newsletter ist und die du nirgendwo verlinkst. Benenne die URL dieser Seite kurz und knapp, sodass du dir den Link merken kannst. Wähle am besten einfach deinedomain.de/newsletter. So hast du eine Seite, die du überall und jederzeit verlinken kannst, um Leute in deinen Newsletter einzuladen. (Diese Option empfehle ich immer, egal für welche der anderen Optionen du dich noch entscheidest.)
  4. Baue ein Pop Up auf deiner Seite ein und biete in diesem deinen Newsletter an. Das Pop Up kann auf verschiedene Arten ausgelöst werden. Z.B. nach einigen Sekunden, oder wenn der Besucher die Seite verlassen will.

Beispiel zu Punkt 3: Schau dir meinen einfachen Newsletter-Link und die Seite dazu an: stonebooks.de/newsletter.

Der ganz klare Vorteil eines Newsletters: Auf diese Leute hast du direkten Zugriff. Du bist nicht abhängig vom Algorithmus einer Plattform und musst beten, dass deine Informationen genug Leuten angezeigt werden. Du schreibst ihnen direkt in ihr Postfach hinein. Und es kommt immer an.

Element 9: Deine SocialMedia-Kanäle

Wie oben schon erwähnt, macht es trotz einer eigenen Webseite Sinn, auch in den sozialen Medien als Autor:in vertreten zu sein. Und da deine Webseite als Dreh- und Angelpunkt fungiert, solltest du deine Kanäle natürlich hier auch verlinken. Das kannst du zum Beispiel direkt im Menü (Element 4) oder in der Fußzeile machen. Oder du bindest die Icons in einem Bereich deiner Startseite (Element 2) ein und verlinkst sie entsprechend.

Element 10: Der Autoren-Blog

Eins vorweg: Ein eigener Blog ist nicht zwingend nötig, nur weil du eine Webseite hast. Es ist aber eine schöne Möglichkeit, um deine Fans mit Neuigkeiten rund um dich und deine Bücher zu versorgen. Die einzelnen Artikel kannst du dann wieder auf deinen Kanälen in den sozialen Medien teilen und so alles miteinander verknüpfen.

Wenn du die Leute von den sozialen Medien über deinen Blogartikel auf deine Webseite holst, gibt dir das wieder die Möglichkeit, neue Eintragungen in deinen Newsletter zu bekommen.

Außerdem hast du durch deinen Blog regelmäßig Bewegung auf deiner Webseite (neue Inhalte), was deinem Google-Ranking zu gute kommt (deine Webseite wird dann bei einer Google-Suche besser gefunden).

Element 11: Termine

In der Buchwelt gibt es so einige Veranstaltungen, bei denen Leser:innen und Autor:innen aufeinander treffen können. Sowohl offline, als auch online.

Damit deine Fans aber wissen, wo sie dich wann treffen können, solltest du vorab die Termine mit ihnen kommunizieren.

Du bist auf einer Messe? Oder zu Gast in einem Live-Video? Hast du eine Wohnzimmerlesung oder eine Signierstunde? Dann teile das auf deiner Webseite mit!

Ebenfalls in die Terminliste gehören die Veröffentlichungstermine deiner nächsten Bücher, sobald du sie festgelegt hast.

Die Termine kannst du zum Beispiel auf der Startseite angeben – oder du legst dafür eine eigene Seite an, die du oben im Menü verlinkst. 

Element 12: Verlinkungen innerhalb deiner Seite und nach „draußen“

Bei diesem Element geht es noch einmal um das Thema SEO („Search Engine Optimization“, also Suchmaschinenoptimierung). Gemeint ist damit, dass du deine Webseite dahingehend optimierst, dass sie für deine Besucher relevant, interessant und gut strukturiert ist. Darauf achtet auch Google und je besser deine Seite „performt“, desto höher dein Ranking.

Vorweg: Google hat viele Faktoren, nach denen es ein Ranking beschließt und nicht alle davon sind öffentlich gemacht. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du tun kannst. Wenn du wirklich ernst machen möchtest, empfehle ich dir, dich in das Thema einzulesen.

Suche hierzu am besten im Internet nach Informationen, zum Beispiel in Form von Videos, Webinaren, Blogartikeln und Online-Kursen. Auf Bücher würde ich beim Thema SEO nicht setzen (außer, wenn du die absoluten Basics erlernen möchtest). 

Warum? Weil Google immer wieder etwas ändert und sich die Spielregeln mit jedem neuen Update ändern. Ein Buch zum Thema SEO kann schneller wieder veraltet sein, als du Gelegenheit hast, es durchzuarbeiten. Online Informationen sind schneller aktualisierbar (achte aber auch hier bei Blogartikeln aufs Datum).

Eine einfache Möglichkeit, um deine Seite aufzuwerten, sind anständige Verlinkungen. Damit sind nicht nur Links zu deiner Webseite gemeint, die du von außen setzt (z.B. von anderen Blogs, SocialMedia-Kanälen und Co.), sondern auch die, die du innerhalb deiner Seite setzt.

Wenn du zum Beispiel einen Blogartikel schreibst, in dem du dich thematisch auf einen anderen Artikel aus deinem eigenen Blog beziehst (weil er z.B. weiterführende Informationen bietet), setze an dieser Stelle einen Link dorthin.

So webst du nach und nach ein immer dichter werdendes Netz, das deine Webseite gut „zusammenhält“ und Google zeigt, dass alle deine Inhalte wichtig sind und auch du selber immer wieder darauf verweist.

Aber auch Links nach und von außen sind wichtig (nur etwas schwerer zu bekommen). Du kannst zum Beispiel auf Blogs von Kolleg:innen verweisen und sie bitten, dasselbe auch für dich zu tun.

Achtung: Bei dieser Art der Verlinkung geht es aber nicht nur darum, mit dem du befreundet bist und wer dir einen Gefallen tut. Wenn deine Freundin, die Krimiautorin, bei sich deine Webseite über Liebesromane verlinkt, bringt das weder ihr, noch dir oder euren Leser:innen sonderlich viel. Und umgekehrt genauso.

Bei solchen Verlinkungen solltest du immer im selben, oder zumindest einem verwandten Themengebiet bleiben, damit die Relevanz der verlinkten Inhalte stimmig ist zu dem, was du auf deiner Webseite einstellst (das ist auch etwas, auf das Google achtet).

Auch ein schnödes „verlinkst du mich, verlinke ich dich“ hat keine allzu große Auswirkung. Eher macht es Sinn, wenn ich von meinem Artikel A auf deinen Artikel B verlinke und du von deinem Artikel E auf meinen Artikel H (und nicht vergessen: Die Themen der Artikel müssen zusammenpassen).

Warnung: Lass dich nicht dazu verleiten, Verlinkungen zu kaufen. Das wird von Google abgestraft und deine Seite verschwindet im Nirwana. Lass dich da von niemandem bequatschen, der dir mit „ich hab deine Seite gesehen, sie ist so toll! Lass mich dir helfen, mehr Besucher zu bekommen!“ kommt. In den meisten Fällen ist das Spam oder wahllos verschickte Massenwerbung.

Beispiel für eine verlinkte Zusammenarbeit: Artikel vs. Video

In meinem Blogbeitrag zum Thema „Plotten mit Karteikarten“ kannst du eine solche funktionierende Verlinkung sehr schön sehen. Als ich den Artikel schrieb und veröffentlichte, meldete sich meine Autorenkollegin Katrin Ils bei mir, die zufälligerweise im gleichen Zeitraum ein Video zum selben Thema gemacht hat. Sie teilte mir mit, dass sie meinen Artikel erwähnt und ihn auch unter ihrem Video verlinkt. Es führt also ein Link von ihrem YouTube-Kanal zu meinem Artikel.

Im Gegenzug habe ich ihr Video in meinem Artikel verlinkt, um meinen Leser:innen weiteren Mehrwert zu bieten.

Meine Leser:innen und ihre Zuschauer:innen bekommen jeweils mehr Informationen zu dem Thema und sie und ich profitieren, weil wir neue Leute auf unsere Seiten bekommen. Es ist also eine Win-Win-Win-Situation.

Fazit

Wenn du diese Basis-Elemente beim Bau deiner Autoren-Webseite beachtest, startest du mit einer strukturierten und professionell wirkenden Seite, die deine Leser:innen begeistert und deine Marke als Autor:in unterstützt.

Behalte bei der Planung deiner Webseite unbedingt auch immer mit im Hinterkopf, für wen du diese Seite erstellst: Deine Leser:innen.

Denke darüber nach, was deine Zielgruppe interessiert und welche Informationen sie gern hätten (wenn du schon SocialMedia-Kanäle hast, frag sie dort einfach, oder besuche Seiten von Kolleg:innen, um dir Anregungen zu holen).